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Bergwanderer in Bacharach am Rhein

Wandertage im Welterbe Oberes Mittelrheintal.

Bacharach liegt im äußersten Norden des Landkreises Mainz-Bingen, wo der Hunsrück ins Rheintal abfällt. Hierhin zog des die Bergwanderer des Vaihinger Bürger-Treffs. Der Wanderbegleiter Hans-Georg Baum hatte ein kleines Hotel im Stadtteil Steeg als Quartier für die 4 Wandertage ausgesucht. Schon die Hinfahrt über Bruchsal und den Rhein und danach durch das Rheintal bis zum Endpunkt war für die Wanderer ein Erlebnis.  
  
In Bacharach angekommen, begann schon die erste Wanderetappe zur Burg Stahleck, die schon im 11.-12. Jahrhundert erbaut wurde und damit die erste größere Burg nördlich von Bingen war. Heute beherbergt sie eine Jugendherberge bei der eine kurze Rast eingelegt wurde. Vom Burghof aus hatte man einen schönen Blick auf den Rhein und zum gegenüber gelegenen Taunus. Auf dem weiteren Weg entdeckte man Bergwerkseingänge, in denen Schiefer abgebaut wurde. In einige konnte man hinein gehen und so die Behausungen von Fledermäusen sehen, die hier den Winter und den Tag verbringen. Auf einsamen Wegen erreichte man die Burgruine Stahlberg, die einen Einblick in die Zeiten des Mittelalters gab und wie man damals auf einer Burg lebte.

Durch Weinberge, die durch ihre Steillagen Bewunderung auslösten, ging es zum Hotel zurück.

Von Bacharach aus lag am 2. Tag eine Etappe des Rheinburgenwegs vor der Wandergruppe. Zunächst gab es einen steilen Anstieg entlang der Stadtmauer und im Anschluss, führte der Weg auf dem Orionsteig zu den Höhen des Hunsrücks.

Der erste Stopp nach dem Aufstieg war ein Aussichtpunkt, der dem Dichter der Loreley Heinrich Heine gewidmet ist. Hier hat man einen Blick nach Bacharach und zur Burg Stahleck, eines der bekanntesten Bildmotive am Rhein. Im Zuge des weiteren Weges kam man zum Blücherblick, von wo aus die Insel Pfalzgrafenstein zu sehen ist und auf der anderen Rheinseite die Gemeinde Kaub mit der darüber liegenden Burg Gutenberg. Auf dem weiteren Weg kam die Gruppe noch an mehreren Aussichtspunkten vorbei, wie den Sauzahn und den Pfalzblick, die nach Norden hin auch eine Sicht auf den Loreleyfelsen erlaubten. Nach dem Abstieg nach Oberwesel sah man ein Wahrzeichen der Stadt, die auf einem Fels gebaute Burg Schönburg, in der heute eine Jugendherberge betrieben wird. Hier trennten sich die Wege der 15 Wanderer. Einige fuhren mit der Bahn zurück, Andere machten sich zu Fuß auf den Rückweg entlang des Rheines. In Bacharach traf man sich wieder zum Abendessen.

Am 3. Tag sollte dann die nächste Etappe des Rheinburgenwegs in südlicher Richtung  erwandert werden. Vorbei an der Ruine Werner Kapelle und weiter bergaufwärts zur Burg Stahleck. Da hier schon das Hochplateau erreicht ist, ging es auf ebenen Wegen zu den  Stadtteilen Neurath und Medenscheid. Durch Felder und immer oberhalb des Rheins erblickte man auf einem Felsvorsprung die Burgruine Fürstenberg, die auch wie fast alle Burgen links des Rheins im pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört wurden. Hier hat man einen schönen Blick auf Lorch und die Burg Ruine Nollig. Der Wanderweg führt an Oberdiebach vorbei in der man vermutlich das älteste Fachwerkhaus am Mittelrhein sehen kann. Auf dem weiteren Weg entdeckte man eine Aussichtsplattform, das sogenannte Tempelchen, das einen unvergleichlichen Panoramablick auf das Rheintal erlaubte.

Nun erfolgte der Abstieg zu unserm Endpunkt Niederheimbach, in der die Burg Hoheneck die Gemeinde überragt. Nach einer kurzen Pause fuhren einige Wanderer mit der Bahn zurück nach Bacharach, die Anderen gingen zu Fuß am Rhein entlang zu unserem Quartier.

Am letzten Wandertag stand die Heimfahrt auf dem Programm aber was wäre der Mittelrheinbesuch ohne auf dem Loreleyfelsen die Aussicht zu genießen. Also fuhr man auf die Höhe und schaute in die Tiefen des Sagen umwobenen Felsen. Ein Zwischenstopp in der alten Kaiserpfalz von Kaiser Karl des Großen in Ingelheim krönte die erlebnisreichen Tage. An den 3 Wandertagen wurden jeweils ca. 20 km und bis zu 680 Höhenmeter zurückgelegt.


Hans-Georg Baum

Bergwanderer in Bacharach am Rhein