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Bergwanderer in Schöllang

Nachdem in Bayern die Corona Beschränkungen gelockert wurden, machten sich die Bergwanderer des Bürger-Treffs Vaihingen und der Ortsgruppe Enzweihingen des Schwäbischen Albvereins auf nach Schöllang bei Oberstdorf. Schon während der Hinfahrt begleitete die Gruppe Regen, der ihr fast die ganzen Tage treu blieb.

Das erste Ziel  der Wanderer waren die Hinanger Wasserfälle. Von Schöllang aus wanderte die Gruppe bergauf am Eybach entlang, der durch den Regen viel Wasser führte. Danach ging es über einen Wiesenpfad von hier aus hatte man einen schönen Blick auf das Illertal und in der Ferne auf die Hörnergruppe mit dem Riedberger - oder dem Bolsterlanger Horn. Nach ca. 5 km erreichte die Gruppe den Hinangerbach, der von den Höhen der Sonnenkopfberge gespeist wird. Sein Weg in die Iller ist mit einigen Wasserfällen gespickt. Der imposanteste und durch den Regen stark angeschwollene Bach fließt zum Hinanger  Wasserfall. Er findet seinen Weg über einige Katarakte, deren  höchste Stufe 12 m beträgt und das Wasser insgesamt 25 m in die Tiefe fällt. Schon beim Einstieg  hörte man das Wasser rauschen.


Im weiteren Verlauf des Rundweges wanderte die Gruppe durch Hinang und zurück nach Schöllang. Probleme bereiteten die Gaststätten und nur nach längerem Suchen fand die Gruppe eine Corona gerecht Bewirtung.


Der weitere Weg führte über Treppen durch Wasser und hinter dem Wasserfall entlang. Der Anblick war für die Wanderer so beeindruckend, dass sie eine längere Zeit bei dem Wasserfall verweilten.

 

 

Schon früh am Morgen des nächsten Tages entschloss sich Gruppe bei  Nieselregen zu einer Wanderung nach Oberstdorf. Die insgesamt 25 km lange Strecke führte zuerst nach Reichenbach über Rubi in die von vielen Touristen besuchte Stadt. Nach einem kurzen Verweilen in Oberstdorf ging es weiter in Richtung Freibergsee. Hier wanderte die Gruppe auf Wegen, die im Winter von Skilangläufern gerne genutzt werden. Man genoss die Aussicht auf die Sprungschanzen, das Nebelhorn und im Hintergrund  auf die Alpen mit der bekannten Heilbronner Weg Wanderung.
Im Tal wurden 3 Flüsse überquert, die Trettach, Stilach und Breitach.

 

 

 

Entlang der Flüsse ging die Wanderung zu der Stelle, wo sie zusammenfließen und daraus die Iller entsteht, die in Ulm in die Donau mündet. Zum  Abschluss des Tages ging es nach Fischen, wo dann der Tag bei einem guten Essen ausklang.

 

Am dritten Tag lockte das Fellhorn und obwohl der Regen immer stärker wurde wagte man die Fahrt mit der Seilbahn. Beim Aussteigen peitschte der Wind das Wasser ins Gesicht und man beschloss, den Abstieg zu wagen. Wie ein Wunder, der Regen hörte auf, ein schöner Rückweg stand bevor. Kaum zu glauben, an einigen Stellen konnte man Schnee entdecken und das bei Beginn des Sommers. Zum Teil ging es auf geteerten Wegen bergab, aber auch Waldpfade mit Geröll gehörten dazu. Da es in Serpentinen abwärts ging, hatte man oft um die nächste Ecker wieder einen anderen Blick auf die Umgebung und die Berge. An der Talstadion angekommen fuhr die Gruppe noch zu der Heini Klopfer Skiflugschanze der drittgrößten Flugschanze der Welt mit einem Schanzenrekord von 238,5 m.


Am nächsten Tag machten sich die Wanderer auf den Heimweg und erwarten schon im Juli die nächste Bergwanderung, die auf die Höhen des Schwarzwaldes führt.

 

Hans Georg Baum

Bergwanderer in Schöllang