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Städtewanderer in Bad Bergzabern

Die Wanderer machten sich bei kaltem Winterwetter zu ihrer ersten Tour im neuen Jahr auf. Ziel war das kleine Städtchen Bad Bergzabern in der Pfalz. Nach einer 1 ½ stündigen Fahrt mit der Bahn erreichten sie die am Fuße der Hardt gelegenen Stadt. Nach einer Information durch Hans-Georg Baum über Stadtgeschichte, lag der historische Bahnhof vor ihnen. Der Endbahnhof überraschte durch seine mit rotem Sandstein gebaute Fassade. Er wurde 1890 erbaut und steht heute zum Teil unter Deckmalschutz.


Danach begann die selbst organisierte Stadtwanderung. Nach ca. 200 Meter erreichte man ein im 17. Jahrhundert gebautes Fachwerkhaus, in dem Daniel Pistor einer der Redner bei Hambacher Fest, geboren wurde. Von da aus führte der Rundweg zum Storchenturm, ein Eckturm der alten Stadtbefestigung. Hier erfuhr man, dass er wie die anschließende Stadtmauer auf Eichenstämme gebaut wurde, da der Untergrund sumpfig war.


Auf dem weiteren Weg gelangte die Gruppe zur protestantischen Marktkirche mit ihrem separaten Glockenturm, der der ursprüngliche Turm der alten Stadtbefestigung war. Vor der Kirche befindet sich der Marktplatz, der mit barocken Bauten aus dem 18. Jahrhundert bestückt ist. Als besonders sehenswert ist das Haus Messer, das im Jahr 1699 mit einem Renaissance Standerker erbaut wurde.

 

Zur Mittagspause ging die Gruppe in den Kurpark zum Haus des Gastes. Danach wanderten die Vaihinger 150 Meter hoch zum und auf den Bismarckturm und anschließend zum ehemaligen Kloster Liebfrauenberg. Nach dem Rückweg in die Stadt besichtigte man die katholische St. Martinskirche. Im Norden der Stadt ist noch der dicke Turm zu besichtigen mit anschließendem Wehrgang. Auf dem  Weg zu einem der Wahrzeichen Bad Bergzaberns, dem Gasthaus Engel (links), kam die Gruppe am alten Gefängnis genannt das Stockhaus, der barocken Bergkirche mit toskanischen Säulen und dem Hunspacher Plätzl mit der 150 Jahre verschollenen Glocke vorbei.

1579 erbauten die Herzöge von Zweibrücken einen Oberamtssitz, der heute als einer der schönsten Renaissancebauten der Pfalz gilt. 1806 kaufte Reinhard Fleckstein das Gebäude und richtete die Gaststätte zum Engel ein. Heute ist in dem Gebäude, das nun der Stadt gehört, ein Museum eingerichtet. Die Verbandsgemeindeverwaltung residiert in einem pompösen Schloss, das auf eine wechselvolle Geschichte zurück blicken kann. Erstmals im 12. und 13. Jahrhundert als Wasserburg erbaut, oft den Besitzer gewechselt, zerstört und wieder aufgebaut wurde es1720 in seiner heutigen Form gebaut.

 

Mit einem Zwischenstopp in Winden bei gutem Essen und Trinken wurde der schöne Städtewandertag abgeschlossen.

 

Hans Georg Baum

Städtewanderer in Bad Bergzabern