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870 Jahre St. Michael und 500 Jahre Reformation in Schwäbisch Hall

Ernst und Uschi Kranich hatten die Tour nach und durch Schwäbisch Hall gut vorbereitet. Mit der Bahn gelangte die fast 30-köpfige Gruppe aus Mitgliedern von Bürger-Treff und Albverein Ortsgruppe Enzweihingen in der fränkisch/schwäbischen Großen Kreisstadt an.

Die vom Krieg weitgehend verschonte Altstadt ist eine der schönsten in Süddeutschland.

In zwanzig Stationen referierten die Einzelnen der übrigen Gruppe zu den Sehenswürdigkeiten. So konnte man erfahren, dass die Stadt Hall vor 870 Jahren erstmals erwähnt wurde, damals wurde die Kirche St. Michael geweiht. Die Saline bestand jedoch schon viel länger, die Salzsiederei war der Grundstock des Reichtums der Stadt. Ein harmonisches Stadtbild ergibt sich dadurch, dass die meisten Häuser in ähnlicher Weise gebaut sind: auf die Buckelquader am Grund wurden Geschosse aus Muschelkalk aufgestockt und darüber Fachwerkgeschosse, die nach Stadtbränden erneuert werden mussten. Davon, dass in vielen Häusern mehrgeschossige Felsenkeller sind, konnte sich die Gruppe beim vorzüglichen Mittagessen überzeugen in der Gaststätte „Alt Hall“.

Ein weiteres Jubiläum kann die Schwäbisch Hall dieses Jahr feiern: Johannes Brenz feierte vor 500 Jahren das erste Abendmahl mit der Teilung von Brot und Wein mit seiner Gemeinde. Dieser Handlung steht für die vollzogene Reformation in Schwäbisch Hall.

Das Leben von Brenz interessierte die Gäste besonders, da Johannes Brenz Teile seiner Jugend in Vaihingen verbrachte.

Bemerkenswert fand die Gruppe, dass es in der Stadt so viele Theater gibt. Das Globe-Theater, die Freilichtaufführungen auf der Schlosstreppe und die Veranstaltungen im „Neuen Haus“, aber auch die vielen Museen laden ein, die Stadt noch öfter zu besuchen.

Die nächste Städtewanderung wird am 22.März nach Dornstetten führen..